Überörtliche urologische Gemeinschaftspraxis

Allgemein

Die Urologie ist ein Teilgebiet der Medizin. Sie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen, also von Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre. Urologen behandeln zudem auch Krankheiten der Geschlechtsorgane des Mannes, also Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, Penis, sowie der Prostata und decken damit Bereiche der Andrologie ab. Es gibt Überschneidungen zur Nephrologie, Gynäkologie, Neurologie, Onkologie und Chirurgie.

Entwicklung

Die Einführung der Untersuchungsmethoden wie Sonographie, Computertomographie und nuklearmedizinische Untersuchungen führen zu einer erheblichen Verbesserung im Erkennen und Therapieren urologischer Erkrankungen. Die Entdeckung des Penicillins und die Weiterentwicklung der Antibiotika reduzieren die infektionsrate und damit die Sterblichkeit drastisch. Neue Operationsverfahren wie die radikale Prostatektomie oder die radikale Zystektomie ( Entfernung der Harnblase) mit Blasenersatz werden entwickelt. Die erste erfolgreiche Nierentransplantation wird 1956 durchgeführt. Der Fortschritt auf dem Gebiet der Endoskopie ermöglicht die Entwicklung der transurethralen Resektion zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen und des Harnblasenkrebses. In München am Klinikum Großhadern wird 1980 erstmals die Zertrümmerung von Nierensteinen von außen druchgeführt und entwickelt sich rasch zum Standart. Neue kleinste Endoskope ermöglichen die Inspektion von Niere und Harnleiter. Die Chemotherapie und die Strahlentherapie verbessern die Behandlungsmöglichkeiten von Tumorerkrankungen. Schließlich hält die Laparoskopie in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts Einzug in die Urologie.